Digitale Medien machen dick, dumm, aggressiv, einsam, krank und unglücklich

elephants by picturetomIm wesentlichen ist dies der Kern einer populärwissenschaftlichen Monographie zum Thema ‚Digitale Demenz‘ von Manfred Spitzer. Die These wirkte gerade auf die Forscher der Universität Koblenz-Landau so provozierend, dass Sie diese Behauptungen zur Internetnutzung mit dem aktuellen Forschungsstand abglichen. Die Autoren kommen zu dem Ergebnis, dass nach dem jetzigen Stand der Forschung, die vermehrte Nutzung des Internets (von digitalen Medien) weder zu weniger sozialem Austausch führt, noch das gesellschaftspolitische Engagement eingeschränkt wird. Demnach ist Fernsehkonsum viel gefährlicher und führt tatsächlich zu vermehrtem Übergewicht.

Die Behauptungen, die Nutzung digitaler Medien bzw. speziell des Internets stehe in einem bedeutsamen Zusammenhang oder führe gar zu einer Reduzierung von sozialen Interaktionen, vermindere das gesellschaftlich-politische Engagement und bringe erhöhte Einsamkeit, lassen sich auf Basis der bisherigen Befundlage im Mittel nicht belegen. Im Durchschnitt steht die Internetnutzung in einem sehr kleinen negativen Zusammenhang mit Wohlbefinden (bzw. in einem statistisch positiven Zusammenhang mit Depressionen). Korrelative Studien deuten ferner darauf hin, dass die Nutzung von Fernsehen in einem kleinen, aber signifikanten Zusammenhang mit Übergewicht steht.

Quelle: Digitale Demenz? Mythen und wissenschaftliche Befundlage zur Auswirkung von Internetnutzung.

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