Kinder in Deutschland: Digitale und klassische Medien mit gleichem Stellenwert

kidsingermanyÜber 80% der Kinder in Deutschland nutzen einen PC oder ein anderes digitales Gerät in ihrem Alltag. Diese Erkenntnis stammt aus der KidsVerbraucherAnalyse (KidsVA) dvon Egmont Ehapa Media.Die KidsVerbraucherAnalyse (KidsVA) erforscht seit mehr als 20 Jahren das Medien- und Konsumverhalten von Jungen und Mädchen im Alter von 6 bis 13 Jahren. In Form von Doppelinterviews wurden dieses Jahr in 1.660 Haushalten in Deutschland jeweils ein Kind und ein Erziehungsberechtigter befragt. Diese zufällig ausgewählte Stichprobe steht repräsentativ für 5,83 Millionen deutschsprachige Kinder und Jugendliche. Um zusätzlich Daten von Kindern im Vorschulalter zu gewinnen, wurden weitere 397 Elterninterviews geführt. Sie stehen repräsentativ für insgesamt 1,39 Millionen Vorschüler im Alter von 4 bis 5 Jahren.

Bücher und Zeitschriften sind Standard

Die Befragungsergebnisse zeigen den weiterhin hohen Stellenwert von Medien im Leben der Kinder. Dabei bleiben Bücher und Zeitschriften, trotz immer mehr Zugangsmöglichkeiten zu digitalen Angeboten, für den Nachwuchs von hoher Relevanz. So schmökern 77% (4,5 Mio.) der 6- bis 13-Jährigen in ihrer Freizeit mindestens einmal wöchentlich in einem Buch und mit 74% (4,3 Mio.) greifen fast genauso viele zu Zeitschriften.
Gelesen wird dabei meist noch „klassisch“, wie die Nutzerzahlen bei den E-Books zeigen. 14% haben zumindest gelegentlich schon einen E-Reader, ein Tablet oder den Computer hierfür genutzt.

Kinder lieben Print

Jan Puhlmann, Leiter Media & Sales bei Egmont Ehapa Media: „Kinder lieben Printmedien. Das belegen die Ergebnisse der KidsVA 2014 eindrucksvoll. Fast 90% aller Kinder zwischen 4 und 13 Jahren greifen mindestens einmal wöchentlich zu einem Buch oder lesen eine Zeitschrift. Kindermagazine spielen dabei mit über 5 Millionen regelmäßigen Lesern ab 4 Jahren eine wichtige Rolle.“kidsingermany

Digital ist im Kinderzimmer angelangt

82% (4,8 Mio.) der 6- bis 13-Jährigen verfügen über Computererfahrung. Dabei sind eigene Geräte wie PC, Tablet oder bei den Jüngeren ein Lerncomputer seltener zu finden (35%), als die Erlaubnis, den Computer oder das Tablet der Familie mitbenutzen zu dürfen (63%).

50% der älternen Kinder sind täglich online

Computernutzung bedeutet aber nicht automatisch für alle Kinder, schon im Internet unterwegs zu sein. Mit 75% (4,4 Mio.) ist die junge Internet-Gemeinde zum Vorjahr um 2 Prozentpunkte gewachsen, wobei die Kluft zwischen den 10- bis 13-Jährigen (97%) und den 6- bis 9-Jährigen (51%) noch etwas größer wurde. Welche Bedeutung das Internet insbesondere für die älteren Kinder hat, zeigt sich unter anderem daran, dass über die Hälfte von ihnen täglich online ist.

Die Benutzung von Smartphones nimmt rasant zu

Der Zugang zum Netz erfolgt dabei zunehmend auch mobil. Besonders die Verbreitung von Smartphones nimmt rasant zu. Jedes vierte Kind (1,5 Mio.) hat inzwischen ein solches Gerät und damit sind dies fast doppelt so viele Kinder wie noch im Jahr zuvor. Aber auch das klassische Handy bleibt noch im Gebrauch, so dass insgesamt 57% (3,4 Mio.) der Kids mobil erreichbar sind.
Bei den 4- und 5-Jährigen haben auch schon ein Drittel erste Computer- Erfahrungen sammeln können und im Internet waren bereits 21% der Vorschüler. Über ein eigenes Handy oder Smartphone verfügen hingegen lediglich 6%.

Digitale und klassische Spiele

Besondere Faszination üben für die Kinder weiterhin die neuen digitalen Spielmöglichkeiten aus. Neben Konsolen und Handhelds, mit denen 72% (4,2 Mio.) der Kinder spielen, kommen noch PC-Spiele, Internet-Games oder Spiele- Apps hinzu. Dennoch wollen sich die Kinder des Digitalzeitalters weiterhin ebenso mit Puppen, Spielkästen oder Gesellschafts- und Kartenspielen beschäftigen – ganz wie früher ihre Eltern. Dies beweisen die weiterhin hohen Bestände klassischer Spielzeuge in den Kinderzimmern und der Wunsch nach noch mehr davon.

Quellen: www.kidsva.de, emarketer.com

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